Sarja



Sarja, im russischem Заря für Morgenröte (auch als FGB, функционально-грузовой блок oder Functional Cargo Block), ist das erste Modul der internationalen Raumstation ISS, das am 20. November 1998 gestartet wurde. Es ist also das älteste sich im All befindliche Modul der ISS.

Geschichtliches:




Vor der ISS gab es schon Pläne für eine der ISS ähnliche Raumstation, auch mit Beteiligung von Japan, Europa und Kanada, der "Freedom", aber nachdem man Russland heranzog, wurden Pläne für ein US-Antriebsmodul überflüssig, da Russland schon Erfahrungen mit solchen Modulen hat, die sie durch das Saljut- und Mir-Programm gesammelt hat. Aber zu dieser Zeit leidete Russlands Weltraumprogramm noch unter chronischem Geldmangel, also zahlte die NASA das Geld für das Modul und im Gegenzug baute die Firma GKNPZ Chrunitschew das Modul. Nach seinem Start auf einer Proton-K-Rakete startete am 4. Dezember die shuttle-Mission STS 88, um das zweite,. in den USA gebaute Modul Unity zu liefern.


Aufbau:




Sarja ist ein Ableger der TKS-Raumschiffe der 70er und 80er Jahre. Es ist ein zylindrisches Modul mit einem runden mit zwei Kopplungsstutzen bestückten Kopfteil und einem konischem Heck. Es hat einen maximalem Durchmesser von 4,1 Metern und eine Länge von 12,6 Metern. Die Sonnenkollektoren haben eine Länge von 10,7 Metern und eine Breite von 3,3 Metern. Insgesamt wiegt das ganze Modul beim Start etwa 24 t. Seine Lage kann Sarja mit seinen insgesamt 36 Lageregelungstriebwerken ändern, die ihren Treibstoff aus 16 am Raumschiff angebrachten Tanks beziehen. Dort befinden sich auch Radiatoren zur Kühlung und Tanks für Sauerstoff und Stickstoff. Für den Ausbau der ISS besitzt Sarja drei Kopplungsstutzen: Einen aktiven „SSWP-M 8000“ am Heck (von Swesda belegt) und am Bug einen "APAS-89"-Kopplungsstutzen (derzeit von PMA-1 belegt) sowie einen SSWP G4000-Kopplungsstutzen an der der Erde gerichteten Seite (nadir) des Modulkopfes, an den bemannte Sojus-Kapseln und unbemannte Progress-Transporter andocken können, an das aber 2010 vorrraussichtlich das DCM (Docking Cargo Module) andocken wird.


Links:


Wikipedia


Raumfahrer.net


Encyclopedia Astronautica